Machst du diese 5 Fehler in deiner Fernbeziehung?

Fehler in der FernbeziehungDu führst eine Fernbeziehung und bist damit manchmal echt unglücklich?

Du fragst dich, ob deine Fernbeziehung überhaupt Sinn macht und denkst manchmal sogar darüber nach, deine Fernbeziehung zu beenden?

Du kannst dir aber nicht erklären, warum es momentan nicht so gut läuft und warum das Ganze nicht so funktioniert, wie du es dir eigentlich vorgestellt hast.

Dann kann es sein, dass du ein paar Fehler machst, durch die deine Beziehung nur unnötig kompliziert wird.

Die gute Nachricht ist, dass sich diese Fehler vermeiden lassen und du aktiv daran arbeiten kannst, sodass du und dein Partner eine glücklichere Beziehung haben können, trotz der Distanz.

In diesem Artikel möchte ich dir ein paar Beispiele geben, welche Fehler viele Fernbeziehungspaare häufig machen.

Gleichzeitig zeige ich dir aber einen Weg, wie sich diese Fehler ganz einfach vermeiden lassen, damit du so eine glücklichere Fernbeziehung führen kannst.

Du musst mir dafür nur ein paar Minuten deiner Aufmerksamkeit schenken.

Welches sind also die häufigsten Fehler, die Paare in einer Fernbeziehung begehen?

1. Du nimmst dir keine Zeit mehr für dich selber

Eine Fernbeziehung kostet viel mehr Zeit als man denkt. Ihr seid wahrscheinlich sehr häufig miteinander in Kontakt, über WhatsApp, am Telefon, über Skype oder andere Fernbeziehungs-Apps.

Dann kommt natürlich noch das Wiedersehen dazu, welches dann oft ein ganzes Wochenende dauert.

Unter der Woche bleibt dann meist auch nur wenig Zeit für dich selbst.

Eine Konversation über WhatsApp kann nämlich verdammt viel Zeit kosten, weil es über Textnachrichten einfach schwieriger ist, das was du deinem Partner sagen möchtest, richtig rüber zu bringen.

Häufig muss man eine Aussage, die man eigentlich mit einem Satz am Telefon erklären könnte, mit vielen Nachrichten beschreiben, damit der Gegenüber versteht, was man sagen möchte.

Oft leidet unter der ständigen Kommunikation dann die eigene Freizeit und du kommst nicht mehr dazu, das zu tun, was dir eigentlich Spaß macht.

Vielleicht verzichtest du manchmal sogar darauf, Abends mit deinen Freunden essen zu gehen oder deinen Hobbies wie Sport oder Musik nachzugehen.

Und das alles nur, um mit deinem Partner mehrere Stunden über WhatsApp zu schreiben oder über Skype zu sprechen.

Regelmäßiger Kontakt ist trotzdem wichtig

Verstehe mich bitte nicht falsch, ich möchte nicht damit sagen, dass ihr nicht mehr miteinander kommunizieren solltet. Ganz im Gegenteil.

Die Kommunikation ist in einer Fernbeziehung sehr wichtig und ihr solltet auf jeden Fall regelmäßig in Kontakt bleiben aber dein eigenes Wohlbefinden solltest du dadurch nicht vernachlässigen.

Eine Lösung wäre zum Beispiel, jeden Tag eine halbe Stunde oder Stunde festzulegen, in der du mit deinem Partner kommunizierst. Dafür dann aber intensiv und am besten telefonisch oder noch besser per Video-Chat. Mein Geheimtipp sind dabei die Mini Dates für Fernbeziehungen, die jeden Tag für intensive und tiefgründige Gespräche sorgen können.

So könnt ihr viel einfacher das sagen, was ihr eurem Partner eigentlich mitteilen möchtet und versucht es nicht für zwei Stunden per Textnachricht zu erklären.

Die Zeit, die du dir dadurch sparst, kannst du dann für deine eigenen Interessen verwenden. Und glaube mir, das kann eine ganze Menge sein.

Genieße auch ab und zu mal das Alleinsein, nimm dir Zeit für dich selbst, suche dir neue Hobbies, Freunde und lass den Kopf nicht hängen. Das Schlimmste, was du machen kannst, ist dich Zuhause zu vergraben und in Selbstmitleid zu versinken.

2. Du vertraust deinem Partner nicht und bist eifersüchtig

Auch Vertrauen spielt, wie in jeder normalen Beziehung, auch in einer Fernbeziehung eine sehr wichtige Rolle. Ein Fehler, der häufig in einer Fernbeziehung passiert, ist, dass man seinem Partner nicht ausreichend Vertrauen schenkt.

Doch oft ist es so, dass es gar keinen Grund gibt, seinem Partner nicht zu vertrauen aber in vielen von uns steckt einfach die Angst, verlassen oder betrogen zu werden.

Eifersucht ist ein häufiges Problem in der Fernbeziehung und es wird natürlich noch dadurch verstärkt, dass der Partner nicht bei einem ist.

Das Gefühl der Eifersucht kenne ich sehr gut und ich habe daraus einiges gelernt. Das Gute ist, dass Eifersucht sich vermeiden lässt. Dafür kann ich dir sehr dieses Buch von Rolf Merkle ans Herz legen, welches mir weitergeholfen hat.

Er geht darin das Thema Eifersucht von Grund auf an, beschreibt, warum Menschen eifersüchtig sind und wie sich das vermeiden lässt.

Ich hatte während des Lesens oft diesen „Aha“-Effekt, weil ich sehr viele Verhaltensweisen und Eigenschaften wiedererkannt habe.

Befreie dich von Zweifeln und Eifersucht

Mit weniger Eifersucht steigt auch die Fähigkeit, seinem Partner Vertrauen zu schenken. Darum ist die Bekämpfung deiner eigenen Eifersucht wohl der erste Schritt, wenn du deinem Partner nicht vertraust oder nicht vertrauen kannst.

Meist ist der Partner nicht daran Schuld, sondern du selber, denn Eifersucht und ein Mangel an Vertrauen spielt sich meist im eigenen Kopf ab.

Wenn du deinem Partner soweit vertraust, dass du kein Problem damit hast, wenn er sich mit anderen Frauen oder Männern trifft und dass ihr euch gegenseitig viele Freiheiten lasst und euch nicht einschränkt, dann seid ihr auf dem richtigen Weg.

Glaube mir, eine Fernbeziehung, in der man sich vertraut und nicht ständig eifersüchtig ist, ist wesentlich angenehmer und man hält so die getrennte Zeit um Weiten besser aus.

3. Du willst alles Verpasste in kurzer Zeit nachholen

Du siehst deinen Partner wahrscheinlich die ganze Woche nicht. In vielen Fernbeziehungen sehen sich die beiden Partner sogar mehre Wochen oder sogar Monate überhaupt nicht.

Da ist es dann klar, dass die Vorfreude auf die nächste gemeinsame Zeit ist, umso größer ist.

Doch ein Fehler, der häufig begangen wird ist, sich für die gemeinsame Zeit zu viel vorzunehmen und dabei noch allzu perfektionistische Vorstellungen hat.

Du stellst dir das Wiedersehen wahrscheinlich immer wunderschön und total romantisch vor. Das ist es bestimmt auch die meiste Zeit, doch oft kommen Dinge eben nicht so, wie man sie geplant hat.

Es kann nicht perfekt sein

Perfekt wird es nie und das soll es auch gar nicht werden. Mach dich locker und befreie dich von all den mega-romantischen Vorstellungen.

Gehe nicht mit zu hohen Erwartungen an das Wiedersehen ran. Verplane nicht die ganze Zeit, sonst ist die Enttäuschung umso größer, wenn dann etwas nicht klappt.

Bei unserem letzten Wiedersehen hatten wir nur drei gemeinsame Wochen, nachdem wir uns fast ein Jahr nicht gesehen hatten.

Doch wir machten genau den Fehler, wirklich jeden Tag zu verplanen, viele Reisen und Ausflüge zu organisieren und keine freie Minute mit einzuplanen.

Zum einen waren die vielen Reisen ganz schön stressig und außerdem bin ich kurz vor einer Flugreise dann krank geworden und alles ist ins Wasser gefallen.

Wir waren natürlich extrem enttäuscht.

Wenn wir uns erst gar nicht so viel vorgenommen hätten, wäre die Enttäuschung auch nicht so groß gewesen und wir hätten auch so etwas gefunden, um uns die Zeit zu vertreiben.

Seid lieber spontan

Um solche Enttäuschungen zu vermeiden, macht lieber auch mal spontane Unternehmungen und plant nicht alles bis auf die letzte Sekunde durch.

Spontanität ist etwas Schönes und wenn man alles auf sich zukommen und sich auch mal überraschen lässt, passieren sowieso die besten Dinge.

Es ist auch sehr wichtig, mal „normale“, alltägliche Zeit miteinander zu verbringen, denn wenn ihr irgendwann einmal zusammenziehen solltet, seid ihr auch nicht die ganze Zeit auf Achse. Nehmt euch Zeit für euch beide, ganz allein.

Geht schön essen, macht euch einen gemütlichen Filmabend und verbringt die Zeit auch mal so, wie ihr es in einer normalen Beziehung machen würdet.

So merkt ihr dann auch, ob das mit euch beiden später einmal klappt.

Ich will jetzt natürlich nicht damit sagen, dass ihr nicht Reisen solltet und keine Ausflüge mehr planen solltet, aber übertreibt es nicht. Weniger ist manchmal einfach mehr.

4. Du bist nicht ehrlich mit dir und deinem Partner

Ehrlichkeit ist in jeder Beziehung sehr wichtig. In einer Fernbeziehung kommt dem Thema aber noch einmal eine ganz eigene Bedeutung zu.

Mache nicht den Fehler, deinem Partner gegenüber nicht ehrlich zu sein, denn auf Ehrlichkeit und Vertrauen basiert eine Beziehung.

Damit eine Fernbeziehung gut funktionieren kann, ist es wichtig, dass du deinem Partner sagst, was du von ihm erwartest und wie du dir die Beziehung und auch eure gemeinsame Zukunft vorstellst.

Enttäuschungen sind vorprogrammiert

Stell dir einmal vor, du führst eine Fernbeziehung und bist dir sicher, dass du irgendwann einmal mit deinem Partner in der gleichen Stadt wohnen möchtest, dir aber absolut nicht vorstellen kannst, deine Heimatstadt zu verlassen.

Zwei Jahre später kommt das Thema auf und dein Partner sagt dir, dass er es sich auch absolut nicht vorstellen kann, seine Heimat zu verlassen.

Die Konsequenz wird wohl oder übel sein, dass ihr euch trennt (es sei denn, ihr möchtet euer Leben lang eine Fernbeziehung führen). Ihr habt also zwei Jahre aufeinander gewartet, um festzustellen, dass das mit euch beiden gar nicht klappt.

Eine schlimme Vorstellung, die sich aber vermeiden lässt, wenn ihr miteinander redet und ehrlich zueinander seid.

Ehrlichkeit kann natürlich auch wehtun, aber manchmal geht es nicht anders. Denn wenn man andere Vorstellungen vom Leben hat als der Partner, dann ist das leider so.

Habe also keine Geheimnisse vor deinem Partner, denn irgendwann kommt das Meiste sowieso raus und das kann dann oft eine riesige Enttäuschung sein.

5. Du zeigst deinem Partner nicht, dass du ihn liebst

In einer Fernbeziehung ist es nicht so einfach, seinem Partner zu zeigen, dass man ihn liebt. Man kann sich nicht eben mal schnell in den Arm nehmen oder einen Gute Nacht Kuss geben.

Doch ein Fehler, den viele Paare in Fernbeziehungen machen ist, dass sie aus Bequemlichkeit auf Liebesbeweise oft ganz verzichten. Doch es ist gar nicht so schwierig und aufwändig, seinem Partner seine Liebe zu beweisen.

Schicke deinem Schatz doch mal einen Liebesbrief. Ja, einen echten Brief auf Papier und so.

Eine Liebes E-Mail tut es zur Not auch.

Hol dir hier meine Liste mit meinen 10 absoluten Lieblings-Apps für die Fernbeziehung, welche die Kommunikation um einiges erleichtern!

Zeigt euch eure Gefühle

Auch in einer Fernbeziehung ist es sehr wichtig, dass man sich gegenseitig seine Gefühle füreinander zeigt. Dadurch, dass ihr nur selten körperlichen Kontakt habt, ist das eben nur über Worte möglich.

Auch wenn es dir schwerfällt, romantische Dinge zu sagen, versuche dich darin oder mach es dir mit diesen Tipps noch einfacher

Beschreibe deinem Partner, was du für ihn fühlst, warum er genau der Richtige für dich ist und warum du so gerne mit ihm zusammen bist und für ihn die Strapazen einer Fernbeziehung auf dich nimmst.

Es ist schön, wenn man morgens aufwacht und eine kleine Nachricht auf dem Handy hat oder wenn während der Arbeit ein einfaches „Ich liebe dich“ ankommt.

Oder überrasche deinen Schatz mit einem spontanen Besuch. Es gibt auch sehr viele Möglichkeiten, mit kleinen Geschenken und Überraschungen seinem Partner trotz Fernbeziehung zu zeigen, dass man ihn liebt.

Wichtig ist einfach, dass man sich immer wieder zeigt, dass man sich gerne hat und sich nicht von der Distanz unterkriegen lässt.


Womöglich hast du in diesem Artikel ein paar Fehler, die du in deiner Fernbeziehung begehst, wiedererkannt. Das ist kein Grund zur Sorge, denn es ist normal, dass man Fehler macht. Wichtig ist es nur, dass man daraus lernt.

In einem anderen Artikel habe ich dir 10 tolle Tipps für eine glückliche Fernbeziehung zusammengestellt.

Wenn dir meine Artikel gefallen und helfen, würde ich mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt. Was war der größte Fehler, den du in deiner Fernbeziehung begangen hast?

Dein Jan

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  • Didi sagt:

    Top! Passt wie A…h auf Eimer! 😉

  • maya sagt:

    Hi 🙂

    Ich habe meinen Freund mittlerweile auch seit über einem Jahr nicht mehr gesehen… trotzdem geht es uns gut zusammen und wir haben ein gemeinsames Leben, dass sich eben nur an zwei verschiedenen Orten abspielt.
    Wir schreiben zwar in jeder freien minute über Whatsapp, sobald wir mehr Zeit haben telefonieren oder skypen wir… aber trotzdem haben wir noch genug Zeit für uns selbst oder für Freunde, familie, Schule und Arbeit.
    In ein paar jahren werde ich wahrscheinlich zum studieren in deine Stadt ziehen… es tut gut so eine Perspektive zu haben die einem Hoffnung gibt 🙂

    Und das beste ist eigentlich dass er mir immer so nah ist, obwohl er ganz woanders lebt… es ist schön zu wissen dass wir einander einfach jederzeit anrufen und dann füreinander da sein können… er ist einfach der richtige 😀

    Wenn man „soo viel“ kommuniziert muss es also nicht unbedingt schlecht sein 🙂

    Viele liebe Grüße
    Maya

  • Babo sagt:

    Hallo Jan, danke für die tolle Seite.

    Ich kann allen nur eine Sache raten.
    Vermeidet die Text-Nachrichten Kommunikation !!!!!
    Keine Kommunikation ist staerker und authentischer als die klassische direkte persoenliche Kommunikation in Form von Face-to-Face oder in Form von Telefonieren, d.h. auditiv oder visuell. Damit schafft Ihr ein Kommunikationsbasis, dass auf verbaler und non-verbaler Ebene euch und euerem Partner alle Eindruecke, Gefuehle, Gedanken und Wuensche und Aeusserungen vermittelt und klar und deutig uebertragen wird. Ihr spart euch eine Menge Wissensluecken, Missverstaendnisse und Falsche Annahmen. So entstehen keine Missverstaendnisse vorallem. Und Missverstaendnisse entstehen wenn Ihr anfaengt ein bestimmtes Verhaltensmuster eures Gegenuebers zu interpretieren, aber weil Ihr nur auf Text-Zeichen guckt und den Rest des Partners und seiner Deutung nicht sieht, nicht hoert, nicht riecht, nicht im Blick habt und euch selbst den Rest vostellen musst weil Ihr dieses in einem Kontext einpassen wollt (das ist typisch fuer den Menschen), kommt ihr automatisch zu falschen Annahmen und falsche Assoziationen ueber eueren Partner, ueber die Aktualitaet der Beziehung usw. Buchstaben, Woerter, Texte und Saetze sind aber nur ein stimmloser und stummer Gebilde aus Syntax und Semantik, die niemals 100 % die echte Message eines Menschen uebertragen kann in dem Moment, indem es gesendet wird. Das klingt alles zwar jetzt psychologisch aber so tickt und denkt der Mensch in sozialen Interaktionen mit anderen Mensch/Menschen. Ich hab jetzt zu viel geredet. Ich muss gehen und meine Beziehung retten, denn diese Frau darf ich nicht verlieren, sie ist mir zu sehr ans Herz gewachsen und sie ist toll. Alles gute euch.

  • Sarah sagt:

    wirklich eine gut gemachte Seite, man merkt dass da viel Herz drin steckt.
    leider passiert es in meiner Beziehung immer wieder mal dass wir uns 8 Wochen nicht sehen können, und dann das nächste Treffen aus verschiedenen Gründen nochmal um 2 Wochen oder mehr nach hinten verschoben werden muss. sowas kam leider häufiger vor, und leider mache ich dann immer wieder die Fehler und mache ihm Vorwürfe….

  • Isolde sagt:

    Der Beitrag ist wirklich gut. War mit meinem Partner über ein Jahr zusammen. Habe den Fehler gemacht mich mit Plänen zu überfordern. Hinzu kam mein ständiges Reparatur bedürftiges Auto. Denn die Zugverbindungen waren viel zu teuer und von den Sparangeboten leider zu wenig vorhanden. Wir haben beide feste Stellen. Er eine eigene Wohnung. Dann natürlich die Freunde bei jedem. Habe leider immer mehr Fehler gesucht und die Beziehung beendet. Leide jetzt total darunter und mein Partner auch. Der Fehler war, ich hätte zu ihm ziehen sollen. Nicht sofort, sondern mit ihm einen festen Termin dafür finden müssen.

  • Natalie sagt:

    Einmal ein großes Kompliment an den Autor !!!!

    Super Tipps, in den ich mich und sicherlich auch viele andere sich selber wiederfinden.
    Mein Freund und mich trennen fast 1000 Kilometer. Er wohnt in Südösterreich und ich in Norddeutschland….Alle spätestens 2 Monate können wir uns sehen. Da kommen viele Probleme auf, und ich möchte auch an alle Menschen die eine Fernbeziehung führen meinen großen Respekt aussprechen!!!

  • Wolfgang sagt:

    Hallo,

    ich bin seid nun fast 3 Wochen in einer Fernbeziehung und gehe ein vor Trauer. Nicht, dass ich nichts zu tun habe oder mich in meine 4 Wände einschließe, aber die Gewissheit zu haben, dass uns 8000 km trennen, ist jedes Mal wie ein Schlag vor dem Kopf.

    Ich habe übrigens auch einen Blog und habe über meine Gefühle vor der Fernbeziehung geschrieben.

    Kannst es dir gerne durchlesen und deine Gedanken dazu schreiben.

    Gruß

    Wolfgang

    http://maennertagebuch.de/die-angst-vor-einer-fernbeziehung/

  • Tim sagt:

    Tja was soll ich sagen. Eine Fernbeziehung ist nie einfach und ich bin hier vielleicht auch ein bisschen fehl am Platz. Ich habe meine Freundin kennengelernt während sie ein Jahr lang hier in Deutschland war. Das es keine gute Idee ist sich nähre zu kommen wusste ich und trotzdem haben wir einander zusammengefunden. Das sie im Sommer weggehen würde war mir zwar klar aber dennoch, schien es für mich so unreal. Der Tag der abreise war schlimm. Aber ich konnte auch nicht wirklich weinen. Ich war mehr Fassungslos und meine Freunde haben es mir auch zum Vorwurf gemacht „du liebst sie ja gar nicht“. Aber das stimmt nicht. Ich fühle mich elend und habe auch generell wenig Motivation meine Sommerferien zu nutzen versuch dennoch meine Freundschaften zu pflegen. Bei jeder kleinen Streiterei mit meinen Eltern könnte ich anfangen zu heulen.
    Ich wurde von der Familie meiner Freundin zum Urlaub eingeladen aber meine Mutter hat es mir verboten. Und das macht es mir wirklich nicht leicht. Zum einen weil ich mir die schöne Zeit vorstellen muss und zum anderen weil ich Zweifel habe ob meine Mutter es mir denn dann überhaupt jemals erlauben wird. Geschweige denn meine Freundin zu besuchen. Denn das ist auch nicht wirklich billig da sie wörtlich am anderen ende der welt wohnt in 12 000 km Entfernung. Zum Glück ist es ihr möglich etwa jedes halbe jahr zu kommen aber ich fürchte mich auch davor, dass dies eines Tages nicht mehr der Fall ist. Die Sommerferien sind nicht leicht aber wir reden ständig über skype oder whatsapp-call und bei wenig zeit über whatsapp.

    Ich bin jetzt auch am Ende, und es tut mir wirklich leid dass sich das einige leute durchlesen mussten obwohl es kein Feedback ist oder generell hilfreich, aber ich musste das einfach aufschreiben. Tut mir leid, ich hoffe euer Herz wählt geschickter. Lg

  • Erik sagt:

    Sehr cooler Beitrag!

    Insbesondere über Gefühle zu sprechen fällt vielen noch sehr schwer. Und ich glaube, dass das wirklich mit die größte Problemquelle für Beziehungen ist. Ich bin der Meinung, man sollte sowas Schritt für Schritt angehen und dann regelmäßig über die Gefühle reden. Nur nichts überstürzen! Dann klappt es auch langfristig, dass beide Partner mit offenen Karten spielen!

    Viele Grüße!

  • Coquillage sagt:

    Ich lebe nun seit September in einer Fernbeziehung. Als er ging, sagten alle zu mir: „du schaffst das!“ oder „sei stark“. Aber die, die mir im Kopf geblieben sind, sind die, die sagten: „ich könnte das nicht“ oder „und du glaubst echt, ihr schafft das?“

    Zwischen uns liegen knappe 5.600 km. Er erlebt dort viele neue Dinge, kann sein Hobby ausführen und entwickelt sich immer mehr. Ich bin hier, arbeite, lerne und schlafe. Mein Kopf ist schon völlig überfordert und meine Energiequellen ausgelutscht. Am Anfang der Fernbeziehung haben wir viel geskypt, geredet und geschrieben. Ich wusste, es bleibt für immer so und bald ist er wieder da. Ist ja „nur“ ein Jahr.
    Doch mit dem alltäglichen kamen die Probleme. Eifersucht, alltägliche schlechte Laune, die man über Handy nunmal nicht so an seinem Partner raus lassen könnte, als wie im echten Leben. Da kann man sich nun mal ankacken und zoffen. Aber danach wird sich wieder in arm genommen und darüber gelacht.
    Ich muss zugeben, ich bin eifersüchtig. Nicht direkt auf Mädchen, zwar auch, aber nicht, dass es ein großes Problem wäre. Ich bin eifersüchtig auf das, was er erlebt. Was er sieht, riecht, hört. Wie er sich entwickelt und sich da was ganz eigenes aufbaue. Wieso bekomme ich das Gefühl, ich müsste den Mount Everest besteigen, damit ich irgendwas vergleichsweise tolles erlebt hätte und nicht so zurück hinke? Ich freue mich so sehr für ihn und es ist immer wieder schön zuhören, dass es ihm da so gefällt. Aber dadurch bekomme ich immer mehr das Gefühl, ich bleibe zurück und kann ihm danach nicht mehr gerecht werden. Was ist, wenn ich ihm zu langweilig bin?
    Ich bin zur Zeit in einer Phase, in der mich alles wütend macht, was er sagt oder tut. Wenn er mit Mädchen aus seinem Kurs in den Pub geht oder ins Fußballstadion. Egal was er sagt, ob es nun so rüber kam, wie er meinte oder nicht. Aber tief drin, ist es nur Verzweiflung. Mir fehlt diese Nähe, die mich umgeben hat. Das rum blödeln, lachen, kochen und ja, auch das streiten. Dieses Gefühl, nach einer kurzen Nacht, neben der Person aufzuwachen, die man über alles liebt und sich erholter fühlt, als wenn man ein ganzes Wochenende geschlafen hat. Die Energie, die er einem schenkt, mit seinem Lächeln und dem Blick in deine Augen.
    Das schlimmste ist, dass ich es nicht verhindern kann, dass wir beide so geladen sind, obwohl es einfach nur schreie nach Nähe sind. Ich will es gar nicht, aber ich kann mich nicht beherrschen. Manchmal werde ich sauer und will in dafür bestrafen, dass er einfach fortgegangen ist. Aber ich weiß, dass das dumm war. Es war schon immer sein Traum, auch vor mir. Und sowas sollte man der Person, die man liebt, niemals rauben.
    Es fühlt sich einfach unendlich scheisse an, hier zurück geblieben zu sein und auf einmal den Alltag leben soll, der es vorher war, aber es erstmal nicht mehr sein wird, während dein Partner sich etwas komplett neues aufbaut und durch tausend neue Erfahrungen, von dem Schmerz abgelenkt wird.
    Ich werde sauer, wenn er meine Nachrichten liest, mir aber nicht antwortet, obwohl sowas mich eigentlich nie stört. Ich weiß, es sind alles Fehler, aber ich kann w nicht kontrollieren.
    Nichts desto trotz, weiß ich, er ist meine große Liebe und selbst wenn wir dieses Jahr nicht schaffen, werden wir uns nochmal wieder treffen, wenn es so sein sollte.

    Es tut einfach nur so weh und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll…

    • Jan sagt:

      Hi, klar es ist verständlich, dass du gerne auch so viele neue Dinge erleben möchtest und dass dich das neidisch macht, was dein Freund alles erlebt. Versuche doch auch, neue Dinge zu tun. Melde dich zu einem Kurs an, bei dem du etwas neues lernst, mache Sport und suche dir eine Herausforderung (z.B. nächstes Jahr möchte ich einen Halbmarathon laufen) etc. Die beste Methode, damit klarzukommen ist, wenn du dir selbst coole Dinge vornimmst und diese dann auch machst. Ich war früher auch sehr eifersüchtig und mir hat dieses Buch sehr weitergeholfen: https://www.farlove.de/eifersucht_buch
      Viele Grüße
      Jan

  • Katja sagt:

    Hallo, der Post ist schon lange her dennoch wollte ich auch dazu etwas schreiben. Ich führe 2 Jahre eine Fernbeziehung zu einem Mann der über 6000 km entfernt lebt, aber ich merke das es zu Ende geht. Plötzlich kann er mich nicht mehr so oft besuchen kommen, aufgrund der Arbeit. Vorher war es noch nie ein Problem. Wenn wir skypen wollen sagt er er fährt nach Hause, dann können wir uns sehen, aber wenn er schreibt das er zu Hause ist , dauert es so lange das es 3 Uhr nachts hier ist und ich eingeschlafen bin. Er schreibt mir auch nicht mehr das er mich liebt oder geht auf Fragen ein ob er mich überhaupt noch liebt. Vor kurzem ist mein Vater gestorben, das hat mich sehr getroffen. Er war überhaupt nicht für mich da. Da wurde mir klar, ich habe nicht nur meinen geliebten Vater verloren sondern auch evtl meine Beziehung. Zur Beerdigung kommt er natürlich auch nicht. Ich persönlich würde keine so große Distanz mehr eingehen, es zerfrisst einen und gerade in schlechten Zeiten hat man nie einen Halt.

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