Mehr als ein Jahr: wie meine Fernbeziehung mich verändert hat

Neulich hat mir ein Bekannter die Frage gestellt:

„Was war deine wichtigste Beziehungerfahrung?“

Auf diese Frage möchte ich heute eine Antwort geben.

Eine Fernbeziehung ist verdammt hart, aber sie kann funktionieren. Bereits seit August letzten Jahres befinde ich mich in dieser Situation und seitdem hat sich einiges getan. Ich habe mich verändert. Aber ist das jetzt gut oder schlecht?

Eine Trennung, aber irgendwie auch keine

Bereits zwei Monate bevor ich meine Freundin verlassen musste, wussten wir beide davon. Wir wussten, dass ich Anfang August zurück nach Deutschland kehren würde und wir uns dann eine lange Zeit nicht sehen würden.

Wir konnten uns zwar darauf einstellen, aber das machte die Situation nicht einfacher. Je näher der Tag meines Fluges kam, desto trauriger wurden wir.

Auch in den letzten Wochen vor dem Flug, suchten wir nach Lösungen, wie ich doch in Mexiko bleiben könnte, aber wir wussten beide, dass es die beste Entscheidung sein würde, dass ich erst einmal zurück nach Deutschland gehe und mir dort einen Job suche.

Da war er dann. Der Tag des Fluges. Meine Freundin brachte mich zum Flughafen und wir tranken unseren letzten gemeinsamen Kaffee. Sie hatte einen Caramel Frappuccino mit extra viel Zimt. Ich trank einen ganz langweiligen Cappuccino.

Ich musste zum Gate. Weil ich wusste, dass es hart sein würde, haben wir uns umarmt und geküsst und dann bin ich einfach gegangen, ohne mich noch mal umzudrehen.

Jetzt war der Zeitpunkt gekommen. Ich würde meine Freundin nun mehrere Monate nicht sehen. Wir haben uns getrennt aber waren gleichzeitig noch zusammen. Wir hatten nun eine Fernbeziehung. Komisches Gefühl.

Im Flug gab es Whiskey. Und Filme. Das war gut.

Hol dir hier meine Liste mit meinen 10 absoluten Lieblings-Apps für die Fernbeziehung, welche die Kommunikation um einiges erleichtern!

Deutschland ist nicht Mexiko

Angekommen in Deutschland musste ich mir einen Job suchen. Ich wohnte zunächst wieder bei meinen Eltern und begab mich dann auf die Suche.

Jobsuche und dann noch Wohnungssuche in Berlin kostet viel Zeit. So konnte ich mich ablenken. Ablenken von dem Gedanken, dass meine Freundin 10.000 Kilometer entfernt in Mexiko ist.

Ich hatte zuvor ein ganzes Jahr in Mexiko verbracht und auf einmal war alles anders. Es war 20 Grad kälter, es gab keine Tacos auf der Straße und ich konnte meine Freundin nicht jeden Tag in den Arm nehmen.

Irgendwie wollte ich das also ausgleichen. Zu Beginn haben wir uns jeden Tag hunderte Nachrichten über WhatsApp geschrieben und jeden Abend geskypt. Uns ist aber schnell aufgefallen, dass das einfach zu viel ist.

Es kam häufig zu Missverständnissen, die sich aus der Kommunikation per Textnachricht einfach zwangsläufig ergeben.

Hinzu kam noch die Sprache. Wir kommunizieren auf Spanisch, aber manches kann ich auf Spanisch eben nicht so ausdrücken, wie ich es eigentlich meine.

Schwierige Situation.

Um uns die Kommunikation einfacher zu machen, haben wir uns diese Apps heruntergeladen.

Alleinsein genießen

Die ersten Wochen waren hart. Ich wusste nicht, wie ich das so lange Zeit durchhalten sollte. Jeden Tag ohne meine Freundin. Aber ich wusste, dass ich keine andere Wahl hatte. Ich musste also irgendwie das Alleinsein genießen.

In Berlin war das möglich.

Neue Stadt. Neue Leute. Neue Arbeit.

Ich fand also viele Dinge, die mich ablenkten.

Ich wollte meine Zeit nicht verschwenden. Ich hätte auch den ganzen Tag zu Hause bleiben und traurig sein können, aber ich wusste, das wäre nicht förderlich für die Situation.

Manchmal gibt es aber Tiefpunkte. Man hat einfach kein Bock irgendetwas zu unternehmen. Man legt sich ins Bett und sieht Fotos von der letzten gemeinsamen Reise an.

Das hat sich auch nach mehr als einem Jahr Fernbeziehung nicht geändert.

Geändert hat sich aber meine Einstellung dazu. Ich habe es hingenommen, dass ich ab und zu lustlos bin und einfach nur zu Hause bleiben möchte.

Genauso habe ich gelernt, wie ich mich ablenken kann und was ich tun muss, um meine Gedanken für einige Zeit zu vergessen.

Wir sind uns näher als zu Beginn der Fernbeziehung

Seit zwei bis drei Monaten läuft unsere Fernbeziehung sehr gut. Wir hatten die ersten Monate viele Probleme, mit der Situation klar zu kommen, uns daran zu gewöhnen, dass der Partner ohne einen feiern geht, andere Leute kennenlernt, usw.

Keine Frage, auch in einer normalen Beziehung sollte das der Fall sein. Aber in einer Fernbeziehung ist es einfach noch ein wenig schwieriger das zu akzeptieren.

Wir haben es beide geschafft und sind insgesamt viel glücklicher und können uns nun auch viel mehr auf unser Wiedersehen freuen.

Gleichzeitig haben wir uns beide weiterentwickelt. Wir beide haben uns verändert, so wie jeder sich verändert. Das Spannende wird es sein, den neuen Partner wieder frisch kennenzulernen.

Das ist so, als wenn man sich gerade erst trifft. Wir können uns neu ineinander verlieben. Die ersten paar Wochen sind immer die Schönsten in einer Beziehung. Für uns wird das wieder so ähnlich sein, wenn wir uns wieder sehen. Darauf freuen wir uns beide sehr.

Man genießt jeden Moment zusammen

Durch eine Fernbeziehung lernt man, jeden Augenblick mit dem Partner zu schätzen. Die drei Wochen, die wir uns letztes Jahr an Weihnachten gesehen haben, waren die intensivsten Momente unserer Beziehung.

Wir haben jede Sekunde ausgekostet. Warum tut man das in einer Normalen Beziehung oft nicht? Klar, weil Beziehungen meist alltäglich werden und man den Partner irgendwann als selbstverständlich hinnimmt.

Wenn man sich ein Jahr lang nicht sieht, ist das wie eine Frischhaltefolie für die Beziehung.

In weniger als zwei Wochen sehen wir uns das erste Mal seit einem Jahr wieder. Wir haben viel zusammen vor, wollen durch Europa reisen.

Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass es nach den drei gemeinsamen Wochen wieder mehrere Monate dauern wird, bis wir uns wieder sehen. Das macht einen traurig aber gleichzeitig weiß man, dass man die letzte Zeit auch irgendwie ausgehalten hat.

Wir haben immer das Ziel vor Augen, irgendwann wieder zusammen zu sein. Das ist das Wichtigste. 

Wie hat dich deine Fernbeziehung verändert? Ich würde mich über einen Kommentar freuen.

Dein Jan

Dieser Artikel ist im Rahmen einer Kooperation von vielen tollen Bloggern entstanden.

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  • Nils Terborg sagt:

    Hi Jan,

    schöner Artikel, finde ich beeindruckend, dass ihr das so durchzieht! Ich weiß nicht, ob ich diese Erfahrung unbedingt machen möchte, aber ich glaube euch gerne, dass zwei Menschen so was krass prägt – und auch näher zusammenbringen kann.

    Viel Spaß auf der Europa-Tour und lg,

    Nils

    • Jan sagt:

      Hi Nils, ich glaube, nicht viele Menschen möchten diese Erfahrung freiwillig machen. Wir hoffen natürlich auch, dass das bald ein Ende hat. Aber gelernt haben wir wirklich jede Menge dadurch…

      LG Jan

  • […] Jan Stein von Farlove.de mit einem Artikel darüber, wie eine lange Trennung ein Paar auch näher zusammenbringen kann […]

  • Sarah Lorenz sagt:

    Hallo Jan,
    wow, ich finde das auch total beeindruckend und inspirierend! Als ich vor fünf Jahren mit meinem Freund am Flughafen stand und mich für ein Jahr verabschiedet habe, war das auch ein sehr beklemmendes Gefühl für mich. Aber es hat alles funktioniert und nach meiner Rückkehr haben wir geheiratet 🙂

    Bei euch ist es natürlich nochmal krasser, aber ich bin sicher, auch bei euch „funktioniert“ es und ihr bleibt glücklich.

    Liebe Grüße
    Sarah

    • Jan sagt:

      Hi Sarah,

      schön, dass ihr das eine Jahr der Trennung so gut überstanden habt und dann gleich geheiratet habt. Ich freue mich, zu hören, wenn andere Paare so viel Glück hatten, trotz Fernbeziehung. Das gibt einem Mut und Hoffnung für die Zeit der Trennung.

      LG Jan

  • UTE BENECKE sagt:

    Hi Jan,
    schöner Artikel und super Leistung, das lässt jeden selber und euch gemeinsam wachsen.
    Ich hatte vor vielen Jahren so eine Situation. Ein paar Monate bevor ich meinen Traum für ein Jahr nach Canada zu gehen verwirklichte, verliebte ich mich und kam mit dem Mann zusammen, der mir schon lange gefiel. Frisch verliebt sagte ich, „und übrigens, ich bin dann jetzt für ein Jahr weg“… Fand er nicht so prickelnd. Doch ich bin trotzdem gegangen und sehr froh, dass ich es getan habe. Denn sowas würde man ein Leben lang bereuen.
    Es hat gehalten, für das Jahr als ich weg war und weitere 16 Jahre.
    Ich würde dieses Jahr im Ausland nie missen wollen.
    Herzliche Grüße
    Ute

    • Jan sagt:

      Hi Ute,
      ich finde es faszinierend, wie viele Menschen schon Erfahrungen mit einer Fernbeziehung gemacht haben und wie viele unterschiedliche Geschichten dabei entstehen. An deinem Beispiel sieht man mal wieder, dass es sich lohnt zu warten, wenn man weiß, dass man genau die richtige Person gefunden hat. Ein Jahr ist eine lange Zeit, aber ich denke, die darauffolgenden 16 Jahre waren es wert, zu warten.
      LG Jan

  • Nadja sagt:

    Hallo Jan,
    Als ich deinen Bericht gelesen habe, ist es mir mal wieder etwas schwer ums Herz geworden.
    Mein Freund lebt in Nepal und wir haben uns jetzt seit fast 9 Monaten nicht gesehen.
    Ich kenne diese Tage nur zu gut, an denen man einfach nicht lachen kann, alles nur schwer von der Hand geht und man denkt man hält es einfach nicht mehr aus.
    In knapp 2 Monaten werden wir uns wieder sehen und ich bin unheimlich gespannt, da es unsere 1. Trennung war. Es ist jedoch auch ein Zwiespalt, da ich mich auf der einen Seite so sehr freue und auf der anderen Seite auch irgednwie Angst habe, dass wir uns fremd geworden sind. Wobei ich es kaum glaube aufgrund von täglicher Telefonate.
    Dies wiederum ist auch manchmal sehr anstrengend aufgrund des hohen Zeitaufwands und der Zeitverschiebung. Wie handhabt ihr das ? Telefoniert ihr täglich?
    So jetzt wünsche ich noch ein frohes Weihnachtsfest und weiterhin viel Erfolg für eure Beziehung.
    LG Nadja

    • Jan sagt:

      Liebe Nadja, vielen Dank für deinen Kommentar. Respekt! Nach Nepal ist es ja auch ganz schön weit… Ist ja schön, dass ihr euch dann in zwei Monaten wiedersehen werdet. Wenn ihr täglich miteinander telefoniert, seid ihr euch bestimmt nicht fremd geworden. Aber ihr müsst euch natürlich trotzdem erst einmal wieder aneinander gewöhnen. Meine Freundin ist gerade bei mir und wir haben uns davor mehr als 11 Monate nicht gesehen. Natürlich war es am Anfang erst einmal ungewohnt aber die positiven Gefühle überwiegen. Das Wiedersehen nach so langer Zeit ist unglaublich!!! Wenn wir uns nicht sehen, skypen wir einmal die Woche. Zuvor haben wir den ganzen Tag über WhatsApp geschrieben, haben aber gemerkt, dass uns das zu viel wurde und wir uns dann beim Skypen nicht mehr so viel zu sagen hatten. Wir haben es dann reduziert auf ein Mal die Woche und das klappt super. Ich wünsche dir auch noch schöne Feiertage und einen guten Rutsch.
      LG Jan

  • Marlen sagt:

    du schreibst wie ich mich fühle.

    ich führe seit 4 jahren eine fernbeziehung wenn auch nur über 600km aber auch das ist sehr schwierig 🙁

    noch 2 jahre muss ich durchhalten.

    wünsche mir für euch das ihr schnell eine lösung findet 🙂

    • Jan sagt:

      Hi Marlen,

      ich wünsche euch viel Durchhaltevermögen für die verbleibenden zwei Jahre. Ihr schafft das. Die Strapazen lohnen sich für das, was danach kommt.

      LG Jan

  • Annie & Sebo sagt:

    Lieber Jan,
    ich/wir haben ein bisschen auf deiner Seite gestöbert und haben deinen oben genannten Beitrag gelesen.
    Wir verstehen euch gut, denn….
    Wir können auch berichten von unserer Fernbeziehung. Wir sind seit 2006 ein Paar und leben seitdem in einer Fernbeziehung. Die Abstände waren zuerst innerhalb Deutschlands, dann innerhalb Europas und seit 2012 geht unsere Fernbeziehung über den Ozean, nämlich Deutschland – USA. Letztes Jahr haben wir geheiratet, in Deutschland, das war auch eine interessante Erfahrung eine Hochzeit mit 6h Zeitverschiebung über mehrere tausend Kilometer zu planen (Das ist aber eine andere Geschichte und würde glaube ich meinen eh schon langen Text noch mehr sprengen  Gerne gebe ich hier aber auch Tipps, wenn gewünscht). Ein Ende ist in Sicht, aber noch ungewiss, wenn alles gut geht dann können wir ein gemeinsames Leben ab Mitte/Ende 2016 planen.
    Am Anfang unserer Beziehung haben wir uns viele Briefe geschrieben und 1x in der Woche per MSN telefoniert, auch SMS haben wir geschrieben. Schwieriger wurde es dann mit dem Telefonieren/SMS als ich in Holland war für 8 Monate. Aber auch da haben wir versucht uns 1x im Monat zu sehen und haben uns dann vermehrt über E-Mail und MSN unterhalten. Die gemeinsame Zeit in Holland haben wir mit Ausflügen und Kurzurlauben gestaltet. Einfacher wurde es dann als wir uns 1-2x die Woche sehen konnten, als wir beide in Bayern studierten und dann nur noch eine Autostunde entfernt waren. Was uns immer geholfen hat, dass wir monatlich unseren Zusammen-Komm-Tag „gefeiert“ haben, d.h. wir haben uns da kleine Geschenke gemacht. In der Zeit wo wir in Bayern waren, haben wir unsere gemeinsame Zeit auch mit Hobbys wie tanzen usw. ausgefüllt und viel zusammen gemacht. Auch gemeinsame Urlaube haben wir geplant und durchgeführt, so dass wir viele schöne Erinnerungen haben, die wir auch gerade jetzt in dieser Zeit teilen können.
    Die schwierigste Zeit für uns/mich kam dann 2012 als mein Ehemann ein Angebot bekommen hat in den USA ein Praktikum zu machen, wo dann aber die Chance für eine Promotion, die nach dem Praktikum angefangen werden konnte, bestand. Was wir als schwierigstes erleben ist die Zeitverschiebung, dies macht es sehr schwer in Ruhe Zeit miteinander zu verbringen, auch Absprachen/Planungen sind dadurch erschwert, und die Zeit die wir dann wirklich vor Ort beieinander sind ist dann wieder zu kurz um alles zu regeln. Dank der heutigen Technik sprechen wir dann doch täglich via Facetime mit einander auch wenn es nur kurz ist, weil mein Ehemann in der Arbeit ist. Gemeinsame Urlaube gab es dann seit 2012 nicht mehr, nur kurze Wochenendtrips, wenn ich ihn besuchen kam in den USA. Sehen tuen wir uns, zum Glück öfter als du und deine Freundin, wir planen alle 6 Monate, dass einer zum anderen fliegt für ca.2 Wochen.
    Die Vorteile sind, dass jeder ohne, dass der andere zurückstecken muss seiner beruflichen Karriere nachgehen kann und alleine in neuen Städten anfangen kann und dem anderen dann immer seine „Heimat“ zeigen kann. Dass man Unabhängiger seine Freizeit gestalten kann. Und, dass man den anderen nicht für selbstverständlich nimmt, dass jeder Moment den man zusammen hat sehr wertvoll ist und dass die Belohnung für diese lange Zeit riesig sein wird, wenn man dann endlich sein Leben zu zweit gestalten kann und immer sich zurück erinnern kann, dass alles was man ab da haben wird irgendwie hart erkämpft war/ist.
    Die Nachteile sind, ganz klar die Zeitverschiebung, dass man den Alltag mit dem anderen nicht hat und oft doch alleine ist. Viele Abschiede in Kauf nehmen muss, die immer tränenreich sind. Die Nähe fehlt einem, der Partner an der Seite, wie man so schön sagt. Und wie ich oben schon sagte, dass Planungen zu zweit sehr schwierig sind. Auch wenn das Schicksal innerhalb der Familie zuschlägt, dass einer dann immer machtlos im anderen Land sitzt und derjenige der vor Ort ist für 2 unterstützen muss oder eben auch alleine durch diese Zeit gehen muss.
    Deine Website hat uns neue Ideen gegeben und auch ein paar neue Apps gezeigt die wir für sehr sinnvoll halten u.a. die „Couple“ App, sehr gut um das Planungsproblem in den Griff zu bekommen 
    Ich finde es schön, dass es so einen Blog gibt wo sich Gleichgesinnte austauschen können.
    Liebe Grüße
    Annie & Sebo

    • Jan sagt:

      Wow, vielen vielen Dank für den vielleicht längsten Kommentar, den ich jemals gelesen habe. Ihr habt meinen vollsten Respekt verdient, dass ihr die Fernbeziehung so lange durchzieht und sogar schon geheiratet habt. Ich wünsche euch beiden ganz viel Glück, dass das mit dem Zusammenziehen 2016 klappt. Schön, dass ihr es sogar alle 6 Monate schafft, euch zu sehen. Das klappt bei uns finanziell nicht wirklich aber wir hoffen, dass dieses Mal nicht mehr ganz so viel Zeit bis zum nächsten Wiedersehen vergeht… Liebe Grüße und alles gute euch beiden,
      Jan

  • […] Mehr als ein Jahr: Wie meine Fernbeziehung mich ver‰ndert hat auf†farlove.de […]

  • Marie sagt:

    Hallo Jan,

    Ich lese gerne über andere Menschen, die auch eine Fernbeziehung führen. Mein Freund und ich haben uns im Oktober 2014 in Deutschland kennengelernt, wegen dem Studium. Vor einem Monat musste er dann zurück in die Türkei und ich nach Luxemburg. Seither schreiben wir fast täglich via Facebook, und mehrmals in der Woche skypen wir. Ich bin froh, dass wir trotz der Distanz noch so viel in Kontakt bleiben. Trotzdem kann man nicht viel gegen die Momente machen, in denen man den anderen vermisst. Vor allem die kleinen Sachen aus dem gemeinsamen Alltag fehlen einem oft.. allerdings geben wir beide nicht auf, und freuen uns jetzt schon auf unser Wiedersehen in ein paar Monaten, auch wenn dieses noch nicht hunderprozentig feststeht. Viele Grüsse, Marie

    • Jan sagt:

      Hi Marie,
      ich finde es auch immer schön, von anderen Fernbeziehungs-Paaren zu hören. Du hast Recht, man sollte nicht aufgeben, denn die Liebe ist stärker als die Distanz. Wenn man sich wirklich liebt, dann übersteht man alles. Viel Glück euch beiden und hoffentlich seht ihr euch schon bald wieder.
      Dein Jan

  • Annika sagt:

    Hallo Jan,
    Mein Freund ist seit dem 1. Dezember für 1 Jahr in Amerika.
    Jetzt haben wir Mai, 5 Monate sind geschafft, 7 Monate liegen noch vor uns.
    Ende März bin ich für 3 Wochen nach Amerika, um ihn zu besuchen.
    Es war eine unwahrscheinlich tolle und wertvolle gemeinsame Zeit. Wir waren zusammen in Washington, New York und 10 Tage in San Francisco, haben unheimlich viel erlebt. Meine Fotowand mit unseren Urlaubs-Bildern erinnert mich jeden Tag an diese wunderbare Zeit.
    Zu Hause in Deutschland habe ich geschaut, meinen Alltag so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten, z.b mache ich jetzt einen Englisch Refresher Course und gehe ins Yoga.
    Wir skypen mindestens einmal die Woche, schreiben uns des öfteren Nachrichten. Briefe und Postkarten kommen bei uns beiden immer besonders gut an, ein Essensfresspaket mit deutschen Süßigkeiten ist bei meinem Freund auch heiß begehrt.
    Mein großer Traum ist es, ihn im Dezember am Flughafen wieder in die Arme schließen zu können.
    Bis dahin mache ich das Beste aus unserer getrennten Zeit, wenn er kommt, werde ich zum Beispiel kurz vorher meine Bachelorarbeit abgegeben haben.
    Ich wünsche dir, Jan und allen anderen weiterhin viel Kraft und gutes Durchhaltevermögen. Habt eine tolle Zeit, auch ohne Freund oder Freundin an eurer Seite 🙂
    LIebe Grüße, Annika

    • Jan sagt:

      Hi Annika,

      schön, dass das bei euch so super klappt. Ich freue mich immer zu hören, dass andere Paare das auch so durchziehen und nicht aufgeben.

      Viel GLück euch beiden für die letzten sieben Monate.

      Jan

  • Marie sagt:

    Hallo Jan,
    Auch ich führe eine Fernbeziehung und das sogar schon seit 7 (!) Jahren. Wie ich das aushalte? Keine Ahnung.
    Als ich mich mit 16 Jahren zu einem Austauschjahr in Brasilien entschieden habe, war es das letzte, was ich dort wollte, eine Beziehung anfangen. Doch wie so oft kam es anders und ich lernte meinen Freund bereits nach einem Monat in Brasilien kennen.
    Als ich zurück nach Deutschland musste waren wir also schon fast ein Jahr zusammen (sonst hätte unsere Beziehung die Entfernung vielleicht gar nicht derart ausgehalten, aber nach einem Jahr war unsere Beziehung schon sehr intensiv). Seitdem geht es hin und her, einmal versucht er hierher zu kommen, einmal ich, damit wir uns zumindest ein Mal im Jahr sehen können.
    Bei jedem Abschied fühlt es sich an, als würde jemand mein Herz einfach so heraus reißen. Man möchte sich nicht verabschieden und wird von äußeren Umständen (Visum, Studium,…) aber dazu gezwungen. Mittlerweile haben wir gelernt mit dem Schmerz und der Sehnsucht umzugehen.
    Als ich dieses Jahr hin geflogen bin, gewann unsere Beziehung jedoch noch mehr Intensität, weshalb ich gerade nur am weinen bin. Gerade einmal zwei Wochen ist es her und es schmerzt….seit 7 Jahren bringen wir beide so viel Kraft auf, so dass sie auch irgendwann aufgebraucht ist und der Zeitpunkt ist nun glaube ich gekommen. In zwei Jahren möchte er zwar dauerhaft hierher, darauf bauen wir jetzt auf und hoffen das klappt….. aber zwei Jahre sind lange und am liebsten würde ich sofort ins Flugzeug und zu ihm. Es ist nicht leicht und ich hoffe, wir finden noch einen Weg uns in diesem zwei Jahren zumindest ein Mal zu sehen.
    Habt ihr schon Pläne, wie eure Zukunft aussehen wird?

    Liebe Grüße, Marie

    • Jan sagt:

      Hi Marie,

      sieben Jahr sind schon echt krass. ich habe echt Respekt, dass ihr das so durchzieht. Dann haltet ihr die zwei Jahre auch noch durch 🙂
      Bei uns hat die Fernbeziehung jetzt im August endlich ein Ende. Dann ziehe ich nach Mexiko zu meiner Freundin.

      LG Jan

      • Laura sagt:

        Hallo Jan! Oh wow das ist toll, dass du nach Mexiko zu deiner Freundin ziehst!!
        Wie hast du das angestellt? Ich meine ziehst du einfach hin? Hast du schon einen Job gefunden?

        Ich habe auch oft darüber nachgedacht in den letzten Monaten, aber habe richtig Angst. 🙁

        Danke, falls du antwortest!

        Liebe Grüße!

        • Jan sagt:

          Hi Laura,

          ich habe mich als Online Marketing Berater selbständig gemacht und habe schon ein paar Kunden hier in Deutschland, die ich dann von Mexiko aus betreue.
          Mit dem Laptop und Internet kann man ja von überall aus arbeiten.

          Lebt dein Freund auch in Mexiko?

          LG Jan

    • Nora sagt:

      Liebe Marie.
      Ich hab meinen Freund auch im Auslandsjahr kennen gelernt und bin 16 und das was du da schreibst macht mich echt zuversichtlich.Vielen Dank dafür Nora und du schaffst das

  • Christian sagt:

    Ich lese gerne deine Beiträge. Sie geben mir Mut und Motivation weiter zu machen. Das Gefühl der Sehnsucht kann so schrecklich sein. Ich bewundere euch beiden, dass ihr eure Beziehung so souverän meistert. Ich für meinen Teil könnte es mir nicht vorstellen meinen Freund ein Jahr lang nicht zu sehen. Mir kommen 2 Wochen sogar schon unerträglich vor.
    Meine Frage wäre mal, wie hast du dich abgelenkt? Momentan kann ich mich schwer bei der Arbeit konzentrieren. Mir fehlt es sehr schwer mich auf mich selber zu konzentrieren, da ich ständig an ihn denken muss.
    Ich bin einfach ein Typ, der viel Nähe braucht… Vielleicht hast du einen Tip, wie man die Zeit alleine genießen kann.?

    • Jan sagt:

      Hi Christian,

      das mit der Ablenkung war für mich teilweise die einzige Möglichkeit, um gegen das Vermissen anzukommen. Ich habe viel gearbeitet, mich nebenberuflich selbständig gemacht, habe viel Musik gemacht und war mit Freunden unterwegs. Außerdem habe ich mir Ziele gesetzt (Fitness-Ziele, usw.)
      Ich hoffe, ich konnte dir damit helfen.

      LG Jan

  • Anonym sagt:

    Hallo Jan! Ich bewundere es, dass andere so stark sind. Ich bin es nicht…
    Mein Freund ist verpflichtet ins Heer zu gehen und wir wohnen 1000 km voneinander entfernt, sodass wir uns nicht einmal am Wochenende sehen können. Unter der Woche kann er kaum schreiben, da er ja Dienst hat von morgens bis spät abends und sie auch ziemlich schnell auch ins Bett müssen und nicht schreiben dürfen sonst gibt es Strafen.
    Ich war vorher mit der Beziehung auch eigentlich ganz zufrieden und habe es so akzeptiert, da wir uns, wie ich finde, regelmäßig getroffen haben und sonst auch sehr viel geschrieben und manchmal auch geredet haben. Nun da er im Heer ist fühle ich mich ziemlich einsam. Die meisten hier werden sich jetzt denken: „6 Monate sind nichts, das stehst du doch locker durch“, aber er war der einzige der mir Kraft gegeben hat den Tag zu überstehen, da ich auch so viele private Probleme habe, welche ich aber vergesse, wenn ich ihm schreibe.
    Ich kann mich gar nicht ablenken, liege nur im Bett rum und hoffe, dass die Zeit schneller vorbei geht, aber das tut sie nicht. Ich mache mich verrückt und habe Angst, dass ich es nicht durchstehe. Deine Tipps zum ablenken haben mich motiviert, aber ich denke ich habe nicht genug Kraft, um diese in die Tat umzusetzen. Ich bewundere euch und auch die anderen Paare die das schaffen. Ich hoffe, dass auch ich das durchstehe.

    LG

    • Jan sagt:

      Hi, ich wünsche dir ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen. Vielleicht schaffst du es ja trotzdem einmal dich abzulenken. Wenn du keine Lust hast, rauszugehen, genügt z.B. schon deine Lieblingsserie anzugucken. Das lenkt auch ab und bringt dich vielleicht kurzzeitig auf andere Gedanken. Vielleicht kannst du auch Familie und Freunde anrufen, dass sie mal vorbeikommen oder einfach nur am Telefon ein wenig mit dir reden.
      LG Jan

  • Anonym sagt:

    Hi Jan,

    Ich freue mich für Euch, dass Ihr Eure Fernbeziehungs-Zeit so gut bewältigt habt. Ich stehe noch am Anfang der Fernbeziehung mit meinem mex. Freund. Natürlich sind wir schon dabei Zukunftspläne zu schmieden. Ich finde deinen Mut bewundernswert nach Mexiko zu ziehen. Ich habe selbst für ein paar Monate in Monterrey gelebt und die Menschen, Land und Kultur lieben gelernt, denoch ist ein Umzug für mich ein sehr großer Schritt.

    • Jan sagt:

      Hi Silvia,

      wir Deutschen sind ja ganz schön beliebt bei den Mexikanern 😉
      Ich wünsche euch beiden auch ganz viel Erfolg bei euren Zukunftsplänen!

      Liebe Grüße

  • Anni sagt:

    Hi Jan,

    dein Artikel gibt mir echt Mut, denn nun steh ich selbst vor dieser Situation. Allerdings habe ich das zusätzliche Problem, dass er und ich uns gerade erst kennengelernt haben. Es war sozusagen „Liebe auf den ersten Blick“ und nun gehe ich für ein Jahr nach Amerika. Ich hab Angst, dass es nicht funktionieren wird, da wir uns ja noch nicht lange kennen.
    Glaubst du wir können das schaffen?
    Seid ihr denn beide noch zusammen? Da der Beitrag ja schon etwas älter ist.

    Lg Anni

    • Jan sagt:

      Hi Anni,

      dass ihr euch gerade erst kennengelernt habt erschwert die Situation natürlich. Aber auch hier glaube ich, dass ihr das schaffen könnt. Wenn ihr beide davon überzeugt seid, dass ihr zusammen sein möchtet, warum nicht? Ich bin mit meiner Freundin mittlerweile nicht mehr zusammen. Wir haben uns etwa ein halbes Jahr nachdem ich nach Mexiko gekommen bin getrennt. Das lag aber nicht an der Fernbeziehung, sondern allgemein daran, dass es nicht mehr gepasst hat.

      Man sollte die Dinge auch nicht erzwingen.

      Liebe Grüße und alles Gute euch beiden
      Jan

      • Corinne sagt:

        Hallo Jan
        Wow, ich finde deine Geschichte auch sehr beneidenswert. Vorallem dass du jetzt echt nach Mexico gegangen bist. Wie lange hast du das geplant?
        Und wie ist es denn nun, da ihr euch getrennt habt? Bleibst du in Mexico? Oder ist diese „Welt“ nun sozusgen zusammen gebrochen?
        Ich habe auch jemanden kennengelernt und bin irgendwie hin und weg. Anderseits kommen so viele Probleme auf einen zu. Es ist echt nicht einfach. Aber ich denk halt immer, wenn man es nicht versucht, kann man es auch nicht wissen…
        Alles liebe
        Corinne

        • Jan sagt:

          Hi Corinne,

          danke für deine Nachricht. Ich habe das schon ein Jahr vorher langsam alles geplant, sodass nichts schief gehen konnte. In Mexiko gefällt es mir mittlerweile so gut, dass ich hier auf jeden Fall bleiben möchte, auch wenn wir nicht mehr zusammen sind. Ich bereue es keine Sekunde, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Ich kann dich verstehen, es ist nicht immer einfach aber es bietet einem auch viele Chancen, persönlich zu wachsen. Euch beiden alles Gute!
          Liebe Grüße
          Jan

  • Thabea sagt:

    Hi Jan, ich finde es toll wie ihr eure Fernbeziehung gemeistert habt und mich hat dein Artikel sehr inspiriert. Auch vor allem weil ich seit drei Monaten selber eine Fernbeziehung führe und die Distanz dieselbe ist. Schweiz-Mexiko. Ich bin gerade in meinem Austauschjahr hier in Mexiko und ich bin zufällig auf deinen Artikel gestossen, da ich es zum Teil sehr schwierig finde. Und manchmal auch etwas angst davor habe, ihn dadurch zu verlieren. Er war vor kurzem für 3 Wochen hier, aber der Abschied war umso schwerer. Ich musste mich danach wieder finden, um dort anzuknüpfen, wo ich stand bevor er mich besuchen kam. Vielen Dank für die Tipps, ich möchte dieses Jahr meistern. Alles gute in Mexiko!! 🙂 LG Thabea

  • Nora sagt:

    Hallo Jan.
    Danke für diesen Bericht du ( ich denk mal ich darf dich dutzen) bist der erste Artikel den ich lese in dem es nicht sagt reicht es dir ihn nur 2 Tage die woche zushen. Dann denk ich mir nähmlich immer und wie glücklich ich wäre wenn ichihn zwei mal die Woche sehen würde. Ich bin erst 16 Jahre alt und manchmal zweifel ich daran , dass eine Fernbeziehung in meinem Alter Sinn macht. Ich habe noch 2 Jahre Schule. Das nächste mal sehe ich meinen Freund in 6 Monaten und dann auch nur für ein paar Tage.
    Naja eigentlich wollte ich nur Danke sagen für deinen Artikel.
    Ich wünsch dir glück
    Nora

  • Mia sagt:

    Hallo Jan,
    danke für deinen schönen Beitrag, mir hat er ziemlich Mut gemacht!
    Ich wohne seit über 9 Monaten hier im Süden Mexikos und habe mich wirklich sehr in jemanden hier verliebt. Ich kann allerdings die restlichen 3 Monate nicht in vollen Zügen genießen, da ich weiß, dass es bald wieder nach Hause geht und ich mit dieser Ungewissheit was danach kommt schwer umgehen kann. Was wird nur aus uns werden? Deshalb sind wir auch nicht offiziell zusammen, da wir wissen dass es sowieso bald vorbei ist.
    Mexiko und Deutschland sind soo weit auseinander und ich kann mir nicht vorstellen wie es weiter gehen soll. Ich würde viel für ihn geben, sehr viel sogar. Aber ich bin mir nicht sicher ob er genauso empfindet, er ist zwar auch schon ziemlich in mich verliebt aber ich weiß nicht wie viel ihm unsere Liebe wert ist, und ich will auch nicht fragen. Eine Fernbeziehung über so viele Kilometer kann und will ich nicht von ihm verlangen.
    Jedoch kann ich probieren uns etwas mehr Mut machen, dass es klappen könnte. Und dafür hast du mir etwas Inspiration geliefert.
    GRACIAS AMIGO 🙂

  • Cansu sagt:

    Hallo Jan,
    Ich finde es sehr interessant zu lesen, wie du und alle anderen eine Fernbeziehung meistern (innerhalb Deutschlands oder weiter weg). Ich war dieses Jahr auf Gran Canaria für 2 Wochen wegen der Uni und ich habe da jemanden kennen gelernt. (Oktober) haben uns aber nur einmal getroffen und das ein Tag vor meiner Abreise. Seitdem schreiben wir jeden Tag sodass ich Anfang diesen Monats noch mal für ein paar Tage hingeflogen bin. Wir haben jeden Tag zusammen verbracht und es war sehr schön. Es fühlte sich schon an als wären wir in einer Beziehung. Wieder in Deutschland angekommen , schreiben wir jeden Tag und wir beide haben Gefühle für einander.. er will eine Beziehung aber durch Erfahrung denkt er dass es sehr schwer wird wenn wir uns nur so wenig sehen. Habe versucht ihm die positiven Sachen zu zeigen aber ich weiß auch nicht… wir schreiben immer noch jeden Tag und er sagt auch te quiero etc. Er meinte er ist momentan viel im Stress ich weiß auch warum aber ich verstehe nicht warum er das nicht angehen will…. tut mir leid für mein langen Text aber vielleicht hat jemand einen Tipp für mich..
    LG und einen guten Rutsch ins neue Jahr

  • Monika Pangsy sagt:

    Ich muss wieder gut zwei Monate warten bis ich Schatz wiedeesehe 🙁

  • Marie sagt:

    Hallo Jan,
    Dein Text geht mir so unglaublich nahe….Mein Freund und ich lernten uns vor 4 Jahren über das Internet durch die Musik kennen. Wir sind beide Pianisten und durch gemeinsame Interessen ist der Kontakt nie ganz abgebrochen. Er lebt, wie deine Freundin, in Mexiko. Letztes Jahr im September 2017 kam er dann zum ersten Mal nach Berlin. Es hat sofort gefunkt und seitdem sind wir ein Paar. Er war allerdings nur einen Monat in Deutschland und wir mussten uns dann wieder trennen. Er hat vor in Deutschland zu studieren und bereitet jetzt in Mexiko alles darauf vor. Im April wird er wieder kommen. Wir wussten zwar, dass es hart werden wird eine Fernbeziehung zu führen aber wir wollten es unbedingt probieren. Die größten Probleme haben wir wohl durch den Zeitunterschied, Sprachmissverständnisse und Vertrauen. Ich leide sehr darunter dass, nie richtige Gespräche möglich sind, da immer einer von uns beiden keine Zeit hat (auch durch den riesigen Zeitunterschied). Dadurch sind wir auf Textnachrichten angewiesen. Wir kommunizieren auf englisch miteinander und so entstehen, wie bei dir, Missverständnisse. Wenn er dann mit anderen Mädchen zu Konzerten beispielsweise geht oder Kontakt zu seiner Ex hat, bin ich eifersüchtig. Ich weiß, dass ich das nicht sein müsste, aber das Gefühl ist trotzdem da. 4 von 6 Monate sind jetzt schon um. Aber wir haben beide das Gefühl die Fernbeziehung wird immer schwerer und wir waren schon kurz davor alles abzubrechen. Das einzige was uns noch bestärkt die nächsten 2 Monate durchzustehen, sind die Erinnerungen an den September, in dem wir uns beide so sicher waren, dass wir diese Beziehung wollen. Ich hoffe die letzten 2 Monate überstehen wir auch noch….
    Liebe Grüße und vielen vielen Dank deine Geschichte zu teilen, Marie

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